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Die Jacobus Stainer Geige

 

Im Juli 2021 kam eine Dame zu mir in die Werkstatt, um mir eine Geige zu zeigen. Sie erzählte mir, dass sie und Ihre Geschwister vom Vater ca. 60 Instrumente geerbt haben. Ihr Vater sammelte Geigen und reparierte auch autodidaktisch Instrumente. Die Geige, welche mir gezeigt wurde, soll eines seiner wertvollsten Instrumente, eine echte Jacobus Stainer aus Absam sein, welche auch eine Expertise von einem anerkannten Gutachter und Geigenbauer hat. Als der Kasten geöffnet wurde, traute ich meinen Augen kaum, da die Geige keinen originalen Lack mehr hatte und mit einem sehr dicken immer noch klebrigen Lack überzogen war. Ich konnte es kaum glauben, dass das eine echte Stainer Geige sein sollte, aber viele einzelne Dinge deuteten darauf hin. Nachdem ich Bilder in Büchern verglichen hatte und im Internet recherchierte, hatte ich eine andere Geige von Stainer aus dem Jahr 1665 gefunden, welche 2016 versteigert wurde. Bei beiden Instrumenten verwendete Stainer für den Boden und die Zargen Vogelaugenahorn und zwar exakt aus dem gleichen Stamm. Es müssen zwei Bretter gewesen sein, die exakt übereinander gewachsen sind. Man kann dies an der identischen Maserung erkennen.

 

Die Vogelaugen (Ästchen) sind exakt an der gleichen Stelle; bei der oberen Geige sind die Augen nur ein kleines bisschen kleiner.

 

 

 

 

Anhand der nebenstehenden Bilder können Sie die Restauration der Geige mitverfolgen.

 

 

Die zur Reparatur gebrachte Geige

Jacobus Stainer Absam 1665

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